Interdisziplinärer Ansatz in der Traumatherapie - Agata Norek & Angelika van de Kraats
Mein Gast ist Angelika van de Kraats – eine Osteopatin, die jahrelang in einer psychosomatischen Klinik in der Schweiz gearbeitet und Menschen nach schwersten Traumata unterstützt hat: sexuelle, medizinische, unfallbedingte und komplexe Entwicklungstraumata.
Auch mich – bei der Bewältigung meiner PTBS. Für mich ist dieses Gespräch eine Fundgrube an Wissen, Erfahrung und Mut.
Angelika spricht offen – ohne Ausflüchte, ohne Euphemismen, ohne falsche „Behaglichkeit”.
Es ist die Stimme einer Person, die genau weiss, wovon sie spricht, weil sie seit Jahrzehnten mit dem realen Leiden von Patienten arbeitet.
Nach der Aufnahme fragte ich Angelika, ob sie wirklich möchte, dass alles, was sie gesagt hat, veröffentlicht wird. Sie antwortete: „Ja – denn wir sind unter anderem deshalb dort, wo wir sind, weil die Menschen diese schwierigen Themen verschweigen.”
Dieses Gespräch ist auch eine Konfrontation mit der Unehrlichkeit im Umgang mit Traumata: mit Vereinfachungen, Missbrauch und der Verharmlosung des Leidens der Betroffenen.
Nach der Aufnahme rief ich Angelika an und sagte ihr: „Du bist ein Genie.“
Es war mir eine grosse Ehre, mit ihr sprechen und eine noch grössere Ehre, mit ihr zusammenarbeiten zu dürfen.
Gemeinsam mit Angelika van de Kraats und Ulrich Wergin planen wir, Wissen und Erfahrung, die in der Schweiz unter klinischen Bedingungen entwickelt wurden, zu teilen. Informationen zu unserem ersten geplanten Kurs finden Sie auf der Website des Instituts.
Wenn Ihnen dieses Material wichtig ist und Sie dieses als wertvoll erachten, teilen Sie es bitte weiter. Es ist ein Gespräch, das eine breite Resonanz finden sollte.
Besten Dank.
Dr. Agata Norek