– 18. Dezember 2013 –

 

– 18. Dezember 2013 –

Kurz nach 16:00 Uhr.

Alles hat sich verändert.

Nicht innerhalb von Monaten oder Tagen — sondern innerhalb weniger Sekunden.

Was habe ich an diesem Tag verloren?

Die Illusion, dass Jugend, Gesundheit und Leben ewig dauern.

Was habe ich gewonnen?

Einen Einblick in Zustände der menschlichen Seele, des Körpers und des Geistes, die unvorstellbar sind — an der Grenze zwischen Welten, ja sogar über den Körper hinausreichend.

Die Erkenntnis, dass der Kampf um sich selbst ein kompromissloser Kampf ist.

Paradoxerweise „erlangte ich meinen Körper zurück“ — denn es war nicht mehr möglich, ihn nicht zu spüren.

Alles tat weh.

Was habe ich „gewonnen“, als ich aus der PTSD herauskam?

Zugang zu Instinkten und Sinnen sowie das Wissen um ihre Weisheit, von der ich zuvor keine Ahnung hatte.

Zugang zur Ursprünglichkeit.

Das war eine überwältigende, die größte Lektion.

Ein Foto, das drei Monate nach dem Unfall aufgenommen wurde — noch immer im Krankenhaus, nach zwölf Operationen, da die Komplikationen kein Ende nahmen wie auch ein Foto vom Ort meines Unfalls.

Und heute?

Ich sitze in Luzern, in der Schweiz, wo ich seit acht Jahren lebe.

Ich trinke Matcha mit Blick auf den Vierwaldstättersee, habe mein eigenes Institut gegründet, um andere zu unterstützen, und erhebe einen Toast auf die KRAFT UND DEN WILLEN ZU LEBEN — für alle, denen es gerade schwerfällt.

 

Agata

Luzern, 18.12.2025